Salvador

Die Umgebung von Salvador (São Salvador da Bahia de Todos os Santos) wurde 1501 das erste Mal von Seefahrern betreten. Das Gebiet wurde zu dieser Zeit von verschiedenen indianischen Völkern wie den Tupi und den Tubinamba besiedelt. Die Jesuiten versuchten diese zu „bekehren“ und konnten durchsetzen, dass die Indios nicht versklavt wurden. Bereits im Jahr 1551 kamen die ersten Sklaven in Salvador an. Die Stadt entwickelte sich rasch zum größten Umschlagsplatz für Sklaven aus Afrika und war durch den Zuckerhandel bis ca. 1650 die bedeutenste Stadt in Südamerika. 1872 hatte Salvador bereits 130 000 Einwohner.
Im 18. Jahrhundert gab es mehrere Aufstände in der Stadt. Die Aufständischen forderten bessere Lebensbedingungen und das Ende der Sklaverei. Diese wurden von der Regierung blutig niedergeschlagen.
1763 wurde Salvador der Haupstadttitel aberkannt und Rio wurde zur neuen Hauptstadt ernannt. Damit und auch mit dem Ende der Sklaverei begann der Niedergang der Stadt.
Der Nord-Osten Brasiliens kämpft heute mit grosser Armut, Trockenheit und trotz grosser Bemühungen der Stadt mit dem Abgang der Industrie nach Sao Paulo oder Rio. Zu diesen Bemühungen der Stadt gehören auch eine Neuausrichtung des Tourismus mit der Modernisierung einiger Stadtteile wie dem Pelourinho und anderen Maßnahmen um mehr Touristen anzulocken. Salvador und die nahe Umgebung können gut mit dem Bus oder auch mit Fähren erkundet werden.
Sehenswert ist Morro de Sao Paulo, Boipeba und die Chapada Diamantina.

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